BIOGRAFIE


Kai Wiesinger, 1966 in Hannover geboren, gehört zu den festen Größen des Deutschen Kinos. Bereits vor dem Abitur nahm er Schauspielunterricht und absolvierte nach Schule und Zivildienst eine Schauspielausbildung in München.

In der bayerischen Hauptstadt erlebt er dann 1990 sein Theaterdebüt mit Harold und Maude. Sein Kinodebüt folgt zwei Jahre später mit Kleine Haie unter der Regie von Sönke Wortmann. Der Film macht Kai Wiesinger bekannt und beschert ihm den ersten Bayerischen Filmpreis.

Es folgen die ersten internationalen Produktionen wie Backbeat und The Sunset Boys, sowie die deutsche Komödie Frauen sind was Wunderbares von Sherry Hormann. Mit Stadtgespräch war Kai Wiesinger 1995 erneut in einem deutschen Publikumserfolg im Kino zu sehen. Zunächst als ZDF-Fernsehspiel konzipiert, entwickelte sich Rainer Kaufmanns Komödie zum Publikumsmagneten.

1996 brillierte Kai Wiesinger in dem von Publikum und Presse gefeierten Thriller 14 Tage lebenslänglich, der für ihn zugleich einen Imagewechsel bedeutete. Die Rolle des arroganten Staranwalts von Seidlitz brachte Kai Wiesinger den dritten Bayerischen Filmpreis (nach Kleine Haie 1992 und Comedian Harmonists – Spezialpreis 1998) und eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis ein.

Es folgten nun ernste Filme wie Hunger, das Regiedebüt von Dana Varova. Einen internationalen Erfolg feierte Kai Wiesinger 1999 in dem vieldiskutierten Kinofilm After the Truth (dt. Titel: Nichts als die Wahrheit). Kai Wiesinger spielte an der Seite von Götz George den Verteidiger in einem fiktiven Prozess gegen den grausamen KZ-Arzt Mengele. 2001 folgt der zweiterfolgreichste östterreichische Kinofilm aller Zeiten Poppitz, gemeinsam mit Roland Düringer und Marie Bäumer.

Für das Fernsehen im Ausland stand Kai Wiesinger in ganz unterschiedlichen Produktionen vor der Kamera. In England drehte er 2001 mit Carl Schenkel Murder on the Orient Express, in Budapest Dracula für das italienische Fernsehen und mit Fallen Angels einen Horrorfilm für das kanadische Fernsehprogramm.


Für das Projekt ERUV - The Wire wechselte Kai Wiesinger Anfang 2005 hinter die Kamera, um den Alltag einer jüdischen Gemeinde in Teaneck, New Jersey, zu porträtieren. Mit der Idee gewann Kai Wiesinger den Planet Dokumentarfilmpreis. 2007 folgte im Auftrag des NDR der Dokumentarfilm Für immer und ewig.

2010 stand Kai Wiesinger u.a. für den Kinofilm Wunderkinder, und die vieldiskutierte ARD Produktion Bis nichts mehr bleibt vor der Kamera. Dieses Jahr drehte er bereits die Sat1 Komödie Das Flitcamp (AT) sowie die RTL Eventproduktion Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer.

Seit 1998 ist Kai Wiesinger mit der Sängerin Chantal de Freitas verheiratet.